|
|
|
|
|
|
|
Ungesundes Dogma - ungesundes EssenTeil 2: Milch: vom gesunden Lebensmittel zum schädlichen IndustrieproduktIn den dreißiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts empfahl Sir John Boyd-Orr, zur Verbesserung der Gesundheit mehr Milch zu trinken. Er meinte natürlich Milch mit natürlichem Fettgehalt, Magermilch gab man nur den Schweinen. Seit damals werden Milch und Milchprodukte wegen ihrer gesundheitsfördernden Wirkung stark beworben. Kuhmilch wird auch heute noch mit Nachdruck als das ideale Gesundheitsgetränk für Erwachsene zur Versorgung mit "essentiellen" Vitaminen und Mineralstoffen angepriesen. Als Folge der von COMA (entspricht etwa der Rolle der DGE in Deutschland) 1984 ausgesprochenen Empfehlungen zur „gesunden Ernährung" wurde aus gesunder, frischer Vollmilch ein Produkt, das die meisten seiner essentiellen Nährstoffe eingebüßt hat, vor allem das Wichtigste: das Fett im Rahm. MilchverarbeitungIn meiner Jugend wurde die Milch beim Bauern abgeholt, gekühlt und dann auf Pferdewagen in großen Metallbehältern an die Haushalte ausgeliefert. An der Haustür wurde die Milch mit Halblitermessbechern abgemessen. Der Rahm schwamm natürlich auf der Milch, so dass die Milch regelmäßig umgerührt werden musste, um jedem Kunden seinen gerechten Teil zukommen zu lassen. Meine Mutter hatte damals drei kleine Kinder und der Milchmann schöpfte ihr immer Milch von der Oberfläche mit besonders viel Rahm. Die Milch stammte meist vom letzten Melken am Vorabend. Damals waren wir gesund.
Teil 1: Einleitung | Teil 2: wie Milch verarbeitet wird | Teil 3: Fettarme Milchprodukte und Krebs
| Teil 4: Fettarme Milchprodukte und weitere Krankheiten | Teil 5: Schluß
Übersetzung aus dem Englischen: Ruth Kritzer, Germersheim |
"NH&WL may be the best non-technical book on diet ever written"
Joel Kauffman, PhD, Professor Emeritus, University of the Sciences, Philadelphia, PA |