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Ungesundes Dogma - ungesundes EssenTeil 3: Fettarme Milchprodukte und KrebsEntrahmte Milch und ProstatakrebsCa. 1975 stellten Forscher eine auffällige starke Korrelation zwischen Milchverzehr und Todesfällen nach Prostatakrebs fest. Seit damals wächst der Verdacht auf einen Kausalzusammenhang zwischen beiden Faktoren. Zwei im Jahr 2007 veröffentlichte Studien scheinen das zu bestätigen. An "CLUE II", der ersten der beiden Studien nahmen fast 4.000 Männer aus Washington County, Maryland.[1] teil. In der Studie stellte man fest, dass Männer, die fünf oder mehr Portionen Milchprodukte pro Woche verzehrten eher an Prostatakrebs erkrankten als Männer, die eine Portion oder weniger verzehrten. An der zweiten Studie mit Namen "Alpha-tocopherol, Beta-Carotene Cancer Prevention Study" (ATBC Study ) nahmen 29.000 finnische Männer teil. .[2] Die Studie lief über 17 Jahre und auch hier wurde beobachtet, dass das Prostatakrebsrisiko bei höherem Milchprodukteverzehr anstieg Als Grund für diese Zusammenhänge nahm man — wie fast immer — zunächst das gesättigte Fett im Rahm ins Visier.[3] Es häuften sich jedoch Hinweise darauf, dass die Wahrheit ganz anders lautet, denn Vollmilch schien das Prostatakrebsrisiko nicht zu erhöhen. Dies war nur bei entrahmter Milch der Fall. Die Trennung des Rahms von der Milch machte die Milch nicht — wie beabsichtigt -„gesünder" sondern erhöhte das Risiko. In der "Physicians' Health Study" mit ca. 20,000 Männern und 11 Jahren Nachverfolgung wurde festgestellt, dass das bei Milchprodukteverzehr erhöhte Prostatakrebsrisiko nur bei entrahmter Milch auftrat.[4] 2005 kam die erste epidemiologische Nachverfolgungsstudie zur nationalen Gesundheit und Ernährung (National Health and Nutrition Examination Epidemiologic Follow-up Study NHEFS), an der über 3.600 Männer teilnahmen nach 10 Jahren der Nachverfolgung zu ähnlichen Ergebnissen. Es wurde festgestellt, das Männer mit dem höchsten Verzehr von Milchprodukten ein doppelt so hohes Prostatakrebsrisiko hatte diejenigen Männer mit dem geringsten Verzehr dieser Produkte. Das Risiko war jedoch nur bei fettarmer Milch jedoch nicht bei Vollmilch oder anderen Milchprodukten erhöht. Vollmilch schien sogar einen Schutz vor Prostatakrebs zu bieten.[5] In anderen Ländern kam man zu ähnlichen Ergebnissen: eine norwegische Studie mit über 25.000 Männer [6] eine Analyse der Milchverzehr und Ernährungsgewohnheiten in 41 Ländern[7] stellten fest, dass Todesfälle durch Prostatakrebs mit dem Verzehr von fettarmer oder Magermilch assoziiert war.. Fettarme Milch führt auch bei Frauen zu erhöhten KrebsratenFrauen wird gegenwärtig geraten, zur Osteoporoseprävention mehr Milchprodukte zu verzehren. Aufgrund der Fetthysterie und der Tatsache, dass das Kalzium in der Milch und nicht im Rahm enthalten ist, wird den Frauen geraten, entrahmte Milch zu trinken. In Studien wurde der Verzehr von Milchprodukten und Eierstockkrebshäufigkeit analysiert: hier stellte man ein erhöhtes Risiko für Eierstockkrebs bei Milchverzehr fest. Genau wie beim Prostatakrebs galt dies jedoch nur für fettarme Milch und Magermilch. In der "Iowa Women's Health Study" (Gesundheit bei Frauen in Iowa) Studie wurde die Assoziation von epithelialem Eierstockkrebs und Ernährung bei 29.083 postmenopausalen Frauen untersucht.[8] Es zeigte sich, dass fettarme Milch, jedoch nicht Vollmilch, signifikant mit einem erhöhten Risiko für Eierstockkrebs assoziiert war. Die Ergebnisse von Iowa wurden in einer noch größer angelegten, sechs Jahre später publizierten Studie bestätigt. In der "Brigham and Women's Hospital Nurses' Health Study" mit als 80.000 Frauen hatten diejenigen Frauen, die pro Tag eine oder mehr Portionen Magermilch oder fettarmer Milch verzehrten ein um 32% höheres Risiko an allen Arten von Eierstockkrebs zu erkranken, das Risiko für die verbreitetste Form — seröser Eierstockkrebs — war im Vergleich mit Frauen, die drei oder weniger Portionen im Monat verzehrten um 69% erhöht. Auch hier schien Vollmilch das Risiko nicht zu erhöhen.[9] Die Rolle von CLAEine mögliche Erklärung liegt darin, dass bei der Trennung des Fettes von der Milch ein wichtige krebsbekämpfende Bestandteile wie z.B. konjugierte Linolsäure (CLA) verloren gehen. CLA wurde vor 20 Jahren als Bestandteil von Milch und Milchprodukten identifiziert und in Studien als wichtige krebshemmende Substanz identifiziert. Im Labor nahm die Anzahl der Krebszellen bei menschlichen Brust- und Darmkrebszellen im 58% und 90% ab, wenn sie in Milch von auf Gras gehaltenen Kühen mit hohem CLA-Gehalt eingebracht wurde. [11] [12] Frauen, die vier oder mehr Portionen von Milchprodukten mit hohem Fettgehalt verzehren hatten nur die Hälfte der Risikos der Erkrankung an Dickdarm-Mastdarmkrebs als Frauen die weniger als eine Portion verzehrten. Fettarme Milchprodukte hatten diese Schutzwirkung nicht.[13] Im nächsten Kapitel wird sich zeigen, dass Krebs nicht die einzige Konsequenz des Verzehrs von fettarmen Milchprodukten ist. Literatur[1]. Rohrmann S, Platz EA, Kavanaugh CJ, et al. Meat and dairy consumption and subsequent risk of prostate cancer in a US cohort study. Cancer Causes Control 2007; 18: 41-50.
Übersetzung aus dem Englischen: Ruth Kritzer, Germersheim Teil 1: Einleitung | Teil 2: wie Milch verarbeitet wird | Teil 3: Fettarme Milchprodukte und Krebs
| Teil 4: Fettarme Milchprodukte und weitere Krankheiten | Teil 5: Schluß
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"NH&WL may be the best non-technical book on diet ever written"
Joel Kauffman, PhD, Professor Emeritus, University of the Sciences, Philadelphia, PA |